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Binokularmikroskop - mit zwei Okularen

Binokularmikroskop 2 Okulare
Binokularmikroskop = 2 Okulare

Ein Binokularmikroskop ist ein Mikroskop mit zwei Okularen (bin-okular = zwei Okulare). Man kann das mikroskopierte Bild mit beiden Augen betrachten. Das ist vor allem bei einer dauerhaften Nutzung sehr hilfreich. Bei einem Monokular (mono = einzeln) muss man stets ein Auge zusammenkneifen oder zuhalten, was auf die Dauer sehr anstrengend sein kann.

Bei guten Bino-Modellen wie dem auf der folgenden Abbildung kann man an einem der Okulare die Bildschärfe regulieren, falls man eine Fehlsichtigkeit hat und die Sehkraft nicht bei beiden Augen identisch ist.

Binokularmikroskop von Bresser - Modell Researcher Bino
Binokularmikroskop von Bresser - Modell Researcher Bino 40x-1000x

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Unterschied Binokularmikroskop - Stereomikroskop

Binokularmikroskop von Bresser - Modell Researcher Bino

Häufig wird ein Binokularmikroskop mit einem Stereo-Mikroskop verwechselt. Das ist jedoch unzutreffend, weil man mit einem Binokularmikroskop nicht zwingend ein stereoskopisches Bild (also einen dreidimensionalen Bildeindruck) erhält. Wenn es nur ein Objektiv hat, dessen Bild mit Hilfe von Spiegeln im Tubus aufgeteilt wird, handelt es sich nicht um eine Stereo-Mikroskop, sondern um ein Doppelmonokulare. Man sieht also mit beiden Augen das selbe Bild. Beim Stereomikroskop wird ein dreidimensionaler Bildeindruck mit Hilfe von zwei Objektiven erzeugt, die jeweils einen etwas anderen Betrachtungswinkel haben. Stereomikroskope sind allerdings immer binokular (haben also zwei Okulare).

Kein Binokularmikroskop bei Wikipedia

Einen eigenständigen Wikipedia-Artikel über Binokularmikroskope gibt es nicht. Stattdessen wird das Thema im Artikel Binokular behandelt. Die entscheidende Passage ist diese: "Binokulare Stereomikroskope erlauben es, mit mäßiger Vergrößerung (meist ca. 4- bis 40-fach) Lebendbeobachtungen, Präparations- und Sortierarbeiten durchzuführen. Die beiden getrennten Strahlengänge treffen mit einem Winkel von ca 14° auf das Objekt auf. Für gutes räumliches Sehen darf die Vergrößerung nicht stärker als etwa 100-fach sein. Stereomikroskope werden im Laborjargon im Deutschen meist einfach „Binokulare“ oder kurz „Binos“ genannt.

Keine „echten“ Binokulare im oben genannten Sinne sind diejenigen optischen Beobachtungsinstrumente, die schlichte Doppelmonokulare (Doppelokulare) aufweisen, welche ein einfaches Bild innerhalb des Geräts in zwei parallele Strahlengänge zerlegen und beiden Augen zuführen. Sie ermöglichen dadurch keine Stereoskopie, jedoch ein entspannteres, ermüdungsfreies Beobachten."

Binokularmikroskop von 1860

Die folgende Briefmarke zeigt eine Binokularmikroskop von 1860. Interessant ist das pyramidenartige Prisma oberhalb des Objekttisches, dass das mikrospierte Bild mithilfe von Spiegeln in die beiden Tuben weiterleitet.

Binokularmikroskop von 1860
Binokularmikroskop von 1860 (Briefmarken 1981) Bildquelle

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Siehe auch